25.08.2018

Digitale Bildung als Innovationstreiber

PROSPER—X fördert Transformationsprozesse in der Bildung

beratung veröffentlichungen

Wie sieht die digitale Zukunft der Bildung aus, was bedeuten neue Lern- und Arbeitsweisen für den Mittelstand? Fragen, die uns auch als Industrieunternehmen beschäftigen, denn Künstliche Intelligenz und Big Data verändern nicht nur nachhaltig das Bildungssystem und die Unternehmenswelt, sondern auch grundlegend unsere Gesellschaft. Den digitalen Wandel gilt es aktiv zu gestalten.

Seit 2016 werden in vielen Bundesländern Bildungsplattformen geplant. Als Unternehmen, das sowohl von digitaler Bildung profitiert als auch dazu ausbildet, warten wir nicht auf die eine landesweite Bildungscloud, die allen Anforderungen gerecht wird, sondern setzen bei unseren Ideen für den Mittelstand auf viele kleine angepasste Lösungen. Uns geht es darum, den jeweiligen Bedürfnissen von Nutzern digitaler Bildungsangebote gerecht zu werden. Dazu zählen neben Kunden und Mitarbeitern eben auch Dozenten und Studierende, Lehrerinnen und Lehrer, Schüler und Eltern an unterschiedlichen Schulen.

Wir befassen uns mit den ökonomischen, technologischen und kulturellen digitalen Umbrüchen, auch in der Bildung. Wir unterstützen Schulen und andere Bildungsträger dabei, unterschiedliche Zielgruppen zu erreichen. Das Web gehört für die meisten Schüler und Lehrer zum selbstverständlichen Bestandteil des Alltags, das Smartphone ist praktisch immer mit dabei. Wir sehen hier fantastische Möglichkeiten für eine vernetzte Bildung.

Aber wie: Dürfen Schüler beispielsweise ihrem Lehrer per WhatsApp mitteilen, dass sie krank sind und zu Hause bleiben, dürfen Lehrer per Chat Hausaufgaben geben? Besser geeignet wären passwortgeschützte Portale. Auch hier versuchen wir, ganz pragmatische Lösungen zu finden. Als erstes fragen wir nicht nach der Technik, sondern danach, welche Anforderungen, kommunikativen Bedürfnisse und Wünsche alle Schul-Beteiligten haben.

An erster Stelle steht bei PROSPER—X das didaktische Konzept. Dann kommen die Technologien und Anwendungen. Dafür machen wir alle Interessierten fit. Als besonders geeignete neue Technologien sehen wir Virtual Reality (VR) und Augmented Reality (AR) an. Diese Technologien bieten ganz neue Möglichkeiten eines Eintauchens in die Lerninhalte an: In der Geschichtsstunde das Kolosseum besichtigen, mit den Mitschülern gemeinsam ein Quiz dazu spielen und ein Referat vorbereiten?

Neben dem richtigen Konzept und geeigneten Technologien setzen wir auf die Vernetzung aller Beteiligten untereinander. Die Schülerinnen und Schüler sollen gemeinsam auf virtuelle Entdeckungsreise gehen. Die Ergebnisse lassen sich möglicherweise auch sehr gut veranschaulichen – auf dem Smartboard in der Klasse oder ausgedruckt auf dem 3D-Drucker.

Mit Projekt-Teams des jeweiligen Bildungsträgers wollen wir individuell angepasste Lernkonzepte entwickeln. Wir entwickeln ein Konzept zur Digitalisierung des Präsenzunterrichts, geben den Teilnehmern die Möglichkeit, Orts- und zeitunabhängig zu lernen. Eine beispielhafte Empfehlung: Neben den digital durchgeführten Unterrichtsstun-den sollte ein geschlossener Kommunikationsraum zur Verfügung stehen. Dort könnten Skripte und Präsentationen eingestellt werden, Fragen und Antworten stehen zur Verfügung. Diese Möglichkeit sollte vorwiegend für die Vor- und Nachbe-reitung des Präsenzunterrichts genutzt werden. Zum digitalen Unterricht sollten Dozenten und Teilnehmer dann „live“ in einem virtuellen Klassenzimmer zusam-menkommen. Sie sehen sich untereinander, können Dateien hochladen und bear-beiten, in Kleingruppen miteinander arbeiten und ihre Ergebnisse vorstellen. Die erarbeiteten und eingestellten Dokumente wären für die Klasse jederzeit einsehbar.

Mit unserem geplanten Bildungsprogramm wollen wir die Digitale Transformati-on beispielhaft gestalten. Damit wollen wir auch unserer gesellschaftlichen Ver-antwortung gerecht werden. Bildung hört bei uns nicht mit dem Schulabschluss auf. Auch den Mittelstand unterstützten wir in der Digitalen Transformation. Da-bei geht es uns insbesondere auch darum, den Kulturwandel in den Unternehmen voran zu treiben und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Umgang mit Verände-rungen der Arbeitswelt zu schulen.

„Mir gefällt der pragmatische Ansatz von PROSPER-X sehr gut“, sagt Bernd Man-they, Leiter BildungsAgentur der Wolfsburg AG. „Die vielfältigen Herausforde-rungen der digitalen Transformation zeigen sich gerade auch in der Weiterbildung. Wir unterstützen ausdrücklich den Ansatz von PROSPER-X, gemeinsam mit Part-nern zeitgemäße Lern- und Lehrkonzepte zu entwickeln. Im Mittelpunkt steht dabei neben den fachlichen Kompetenzen auch die methodische Vielfalt, die die Digitalisierung bietet.“

Unser Schwerpunkt liegt in Niedersachsen, in der Region Braunschweig-Wolfsburg. Nach dem Bildungsmonitor 2018 weist Niedersachsen eine im Vergleich der Bundesländer nur durchschnittliche Bewertung der „Digitalisierung“ im Bil-dungsbereich auf (INSM 2018). Nur 11,7% der Lehrkräfte fordern selbst digitale Formen der Kommunikation ein, 5,6 % kommunizierten über Online-Konferenzen mit ihren Schülern oder Studierenden, nur 2,2 % verfügen über grundlegende Pro-grammierkenntnisse.

Auch bei der Anwendung neuer Geräte und Technologien herrscht große Zurück-haltung. Eine „sehr intensive“ Nutzung von AR/VR-Brillen findet zum Beispiel gar nicht statt, nur 1,9% der Lehrkräfte nutzen diese Brillen „eher intensiv“, 3,4 % „weni-ger intensiv“ (INSM 2018, S. 19)

Die meisten Schülerinnen und Schüler werden in Deutschland also weiterhin vor-nehmlich mit „klassischen“ Lehrmitteln unterrichtet. Gleichzeitig ist die Bedeutung des Themas Digitalisierung in deutschen Unternehmen 2018 weiter gestiegen. 42 Prozent der Unternehmen fühlen sich „sehr gut” oder „gut” auf die digitale Trans-formation vorbereitet (Etventure 2018).

Allerdings herrscht eine große Diskrepanz zwischen Eigenwahrnehmung und den realen Herausforderungen der Digitalisierung. Bei Fragen zur Einstellung und zum „kulturellen“ Verständnisses der Digitalisierung zeigen sich Defizite. Das zeigt sich bei Fragen zur offenen Unternehmenskultur oder dem „Digital-Skill-Sets“, wie eine Studie der „Hamburger Strategietage 2018“ zeigt (IDG 2018, S. 27):

Bei PROSPER—X möchten wir den Bogen schlagen von der Bildung zu den Anforderungen im Mittelstand. Bildungsträger, die auf digitale Vernetzung setzen, bilden besser aus und stärken damit auch die Unternehmen im Wandel zu einer digitalen Gesellschaft – so unsere These. Wir möchten mit unseren Bildungsprogramm gleichermaßen Fach- und Führungskräfte und Unternehmensmitarbeiter als auch Bildungsträger, Lehrkräfte, Schüler und Eltern ansprechen

Lietratur

Etventure 2018: Studie Digitale Transformation 2018. Hemmnisse, Fortschritte, Perspektiven; unter: https://sdv-dialogmarketing.ch/wp/wp-content/uploads/2018/08/etventure_Studie_2018-Trendreport.pdf

IDG 2018: Studie zu den Hamburger IT-Strategietagen 2018. Die vier Disziplinen der Digitalisierung; unter: https://www.oliverwyman.de/content/dam/oliver-wyman/v2-de/publications/2018/Feb/4Digital-2018.pdf

INSM-Bildungsmonitor 2018: Auszug der Studie zum Thema „Digitalisierung und Bildung“. Studie im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM); unter: www.insm.de

IW Consult, 2018, Digital¬Atlas Deutschland, Überblick über die Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft von KMU, NGOs, Bildungseinrichtungen sowie der Zukunft der Arbeit in Deutschland, Köln

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PROSPER X GmbH

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